Getriebeöle

Nur Mineralöle mit der vorgeschriebenen Viskosität verwenden, keine Teflon- oder tixotropen Additive verwenden, da keine Druckschmierung im Getriebe.
(Verharzung und Schlammbildung führt zu Schmierfilmrissen).

Bei lärmenden Getrieben und Zwischengetrieben kann auch ein spezielles Oel verwendet werden. Hier ist aber der Fachmann gefragt.
Auskünfte erhalten Sie bspw. bei Motorex in Langenthal (Oldtimerspezialist verlangen) oder bei Penrite, Classic Cars Dönni in Roggliswil.  

Motoröle

Für alle Oldtimermotoren nur Mineralöle verwenden; Mehrbereichsöle möglich, aber nur mit ok des Motorenaufbauers; bei alten Motoren nicht zu empfehlen.

Es gibt spezielle Öle, bspw. Penzoil, da haben wir sehr gute Erfahrungen machen können.

Keine Teflon- oder tixotropen Additive verwenden (Verharzung und Schlammbildung).

Ölwechsel Motor + Luftfilter

Häufigkeit je nach Einsatz; mindestens aber alle 1 - max. 2 Jahre (Kondenswasserbildung)

Schmierplan und Intervalle

Die diesbezüglichen Servicevorschriften von Willys-Overland und der US - Army orientieren sich am "Off-road" und "Hardwork – Einsatz" im Normaleinsatz; längere Intervalle halten,

 

Fahrzeuge nicht überschmieren ® bessere Wirtschaftlichkeit

Wirtschaftlichkeit (eher anektotisch :-) )

erheiternde Anektote aus dem Willys Handbuch 1955 für den Jeep Besitzer S.16. "Wie Benzin eingespart werden kann"

Bei kaltem Wetter ist ein wirtschaftliches Anlassen des Motors leicht dadurch zu erreichen, dass das Gaspedal ein-/ oder zweimal durchgetreten wird, dann auskuppeln, und unter sparsamer Verwendung des Choke den Motor anlassen. Beim Anlassen eines warmen Motors ist der Choke nicht zu ziehen.

Beim Warmlaufen des Motors ist der Choke nicht zu stark und vor allem nicht länger als notwendig zu ziehen.

Der Motor ist durch langsames Gasgeben auf Touren zu bringen. Das Durchtreten des Gaspedals befördert mehr Benzin in den Zylinder, als in diesen wirklich zur Verbrennung kommt.

Das Fahren im zweiten Gang bis in hohe Geschwindigkeiten hinein kann den Benzinverbrauch gegenüber dem dritten Gang nahezu verdoppeln, weshalb auch aus diesem Grund bei Erreichen von 32km/h der direkte Gang eingeschaltet werden soll.

Rasches Fahren benötigt mehr Benzin – man fahre deshalb mit kleinen Geschwindigkeiten, wenn man Benzin sparen will.

Ebenso halte man langsam an; plötzliches Stoppen, sowie brüskes Anfahren führen ebenfalls zu hohem Benzinverbrauch.

Das Fahrzeug ist wenn immer möglich im Schatten parkieren; heisse Sonnenbestrahlung verursacht infolge der Verdampfung Benzinverluste.

Das Fahrzeug ist immer mit dem vorschriftsgemässen Pneudruck zu fahren. Schlecht aufgepumpte Pneus erzeugen mehr Reibung und benötigen demzufolge auch eine grössere Motorleistung, was natürlich auch den Benzinverbrauch erhöht.

Die Batterie ist immer geladen und in gutem Zustand zu halten; eine gut gepflegte Batterie trägt zu einem einwandfreien Anlassen viel bei und hilft so Benzin sparen.

Man unterlasse es, den Motor lange Zeit im Leerlauf drehen zu lassen, denn dies verursacht unnützen Benzinverbrauch.

Es ist stets darauf zu achten, dass der Vergaser in einwandfreiem Zustand arbeitet, nur dann kann das Maximum an Fahrgeschwindigkeit und Zugkraft vom Fahrzeug erwartet werden.

Eine einzige defekte oder verschmutzte Zündkerze kann einen Benzinverlust von 10% verursachen. Die Kerzen sind deshalb periodisch zu kontrollieren.

Das Fahrzeug ist stets in einwandfrei geschmierten Zustand zu halten. Die einschlägigen Instruktionen des Kapitels "Schmierung" sind zu diesem Zwecke sorgfältig zu beachten.

Der Kühler ist immer auf dem richtigen Niveau gefüllt zu halten, so dass der Motor in konstanten Temperaturen arbeiten kann; ein überhitzter Motor verbraucht mehr Brennstoff.

Man kontrolliere die Tätigkeit des automatischen Wärmesteuerventils am der Auspuffleitung. Diese Vorrichtung hat den Zweck, das Benzin – Luftgemisch nach dem Verlassen des Vergasers vorzuwärmen, um die Verdampfung des Benzins zu fördern.

Es empfiehlt sich, den Motor alle 8000km oder zweimal jährlich einer vollständigen Überholung zu unterziehen, welche zweckmässigerweise im Herbst vor Beginn des Winterbetriebes und dann wieder im Frühjahr vorgenommen wird.

JoomSpirit