Triumph TR6

Endlich steht wieder ein TR 6 in der Werkstatt. Der letzte englische Roadster mit einem tollen 6 Zyl Motor, der viel Drehmoment hat und einen kernigen Sound entwickelt.

Vor vielen Jahren habe ich bereits einen TR 6 besessen und vieles daran umgebaut und verbessert. Immer wieder habe ich mit einem Nachfolger geliebäugelt.... und wo gefunden? Auf eBay natürlich! Was macht man an einem regnerischen Samstagabend so kurz vor Mitternacht.... man(n) bietet auf einen recht gut beschriebenes Angebot und am nächsten Morgen heisst es.... "wir gratulieren"! Die nächste Aufgabe ist dann die Ehefrau vom neuen Kauf zu begeistern. Was mir natürlich mit einem liebevoll aufgetischten, reichhaltigen Morgenessen auch gelang! :-)

Über den effektiven Zustand des Wagens, den ich dann beim Verkäufer antraf könnte ich Bücher schreiben. Normalerweise hätte ich solche Wagen stehen lassen.... aber wenn man(n) schon mal da war und sich der Verkäufer seine Situation erkannte war dann am Schluss auch der Preis akzeptabel. 

Der TR hat die Chassis N° 56xxx und ist eine US Vergaserversion. Hergestellt im August 1970 wurde dieser Ende desselben Monats in die USA verschifft und zum British Leyland Importeur nach Los Angeles transportiert.Die erste Auslieferung erfolgte kurz darauf nach Arizona. Dort blieb das Fahrzeug bis zum Kauf und Rücktransport nach D im Jahr 2012. Dies erklärt auch den sehr guten Blechzustand des Fahrzeuges. KEIN Rost im Bodenbereich, KEIN Rost an den Schwellen! Man(n) glaubt es fast nicht. Nach dem Kunststoffstrahlen kam die originale Karrosserie praktisch ohne Rost zum Vorschein. Einzig die Wasserabläufe des Torpedos (Lufteinlässe) waren auf Grund der zu tief eingelöteten Abläufe durchgerostet. Einen kleineren Unfallschaden auf der linken Seite (vermutlich eine Streifkollision) sowie einige Beulen und Dellen im Frontbereich, eine leicht geknickte Haube im Frontbereich hat den Spengler dann schon noch herausgefordert. Dutzende von Stunden waren notwendig die "Kiste" für den Maler bereitzustellen. Nach vielen, vielen Spengler- und Malerstunden ist die Karrosserie nun fertig. (Bald folgen die Bilder). André hat die vielen Beulen und Verformungen die doch noch ersichtlich wurden sensationell behoben. Die Lackierung erfolgte durch den nachmaligen Berufsweltmeister Pascal Lehmann. Ein tolles Ergebnisse der Beiden Berufsleute der Carrosserie Küng AG in Gebenstorf AG. 

Das Chassis war in einem hervorragenden Zustand, Keine Verformungen und kein Rost. Sandstrahlen, diverse bekannte Schwachstellen eliminieren (Bleche und Verstärkungen gemäss den Vorgaben einschweisen) neu lackieren und eine Hohlraumbehandlung. Das wars.

Die Technik war "durch"! Der Motor lief zwar noch leidlich, das Getriebe war schaltbar und das Differential machte wenig Geräusche, aber das "nur Soft anfassen" war keine Option für mich. Motor kompl. machen, Kurbelwellenzapfen polieren resp. schleifen, inkl. Anbauteile feinwuchten, neue Haupt- und Pleuellager, neue Kolben, Pleuel ausrichten, neuer Zyl. Kopf (leistungsgesteigert), 280° Nockenwelle, Schwungrad um 3.5kg erleichtert, dreifach Doppelvergaser, neuer Wasserkühler (Alu) und Oelkühler, neue Zündung (Zündverteiler war ausgeleiert) und vieles mehr.

Das Getrieb wird durch ein AT-Getriebe mit A - Overdrive ersetzt. Die Revision ohne OD lohnt sich nicht. Neue 2-Rohr Auspuffanlage mit Fächerkrümmer wird montiert werden. Neuer Räder, Bremsen, Aufhängung verbessert inkl. stärkeren Stabi und hinten Umbau auf Telekopstossdämpfer, härtere und kürzere Federn und und und!

Meine Lieferanten sind: Bastuck GmbH (D), Ratco USA und weniges auch von Limora (D).

Weitere Fotos folgen! Stand September 13.

 

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International KB 2 PickUp 1947

Seit vielen Jahren in der Arbeit....

Der IHC KB 2 1947 PickUp aus den USA! Ein sehr seltener PickUp, der 1947 in die CH importiert wurde und mit einem CH - Aufbau versehen die nächsten Jahrzehnte den Dienst bei verschiedenen Besitzern versah. Kauf 2002 in der Ostschweiz als Restaurationsobjekt, Brücke fehlte, Farbe Giftgrün!!, Zustand 4-!

Nach der Zerlegung folgte unsere Odysse, Hausbrand, Umzug, Einlagerung in x - Paletten, Umzug und Einlagerung zum x-ten..... Da mussten doch anschl. Teile fehlen! Leider sind auch viele Fotos vom Urzustand nicht mehr auffindbar. ....

Zuerst meiner Frau zum runden Geburtstag versprochen, reichte auch das nicht. Nun bin ich aber wieder dran.... Teile suchen, zusammenbauen, zerlegen, anpassen und und und....

Die Farbe "gelb" ist ab einem Originalprospekt genommen.

Der Motor, ein 6-Zylinder Flathead Reihenmotor von Green Dymond Typ 213, ist leider in sehr schlechtem Zustand. Nach langem suchen nun ein Lichtblick! Ein schon lange pensionierter Motorenbauer nimmt sich dem Motor an! Selber aus Rohlingen gedrehte Kolben und selber gegossene Lager, Zylinderbohren, Kurbelwelle schleifen und wuchten, Ventile und Ventilfedern suchen und bei anderen Marken finden.... usw. eine unglaubliche Arbeit. Aber er ist fertig! Einfach genial.

Zum Thema Teile, da findet man(n) fast nichts. In den USA gibt es noch einige Fz in traurigem Zustand zu kaufen, oder dann sind diese kompl. verbaut. Blechteile absolute Fehlanzeige. Auch technische Teile sind fast nicht zu bekommen. Man muss sich um Alternativen von anderen Marken bemühen, wo möglich. Beispielsweise Hebeldämpfer von Chrysler, Auspuff von Dodge. IHC hat aber auch viele Teile bei anderen Modellen, selbst bei IHC Traktoren verwendet. Daher auch dort die Suche. Nun muss die ganze Karrosserie auf den Rahmen gesetzt, gerichtet werden und anschliessend wieder zerlegt werden. Diese muss dann noch einmal zum Lackierer. Zwischenzeitlich wird der Motor und Getriebe eingebaut, die Technik komplettiert und für das Aufsetzen der Karrosserie vorbereitet. (Stand 09.13)

 

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